Was Sie im Winter über Dieselkraftstoff wissen sollten

 

In der DIN EN 590 sind die Anforderungen an unseren Dieselkraftstoff inklusive seiner         Kälteeigenschaften festgelegt. Diese Anforderungen werden in enger Zusammenarbeit zwischen Automobilherstellern, Mineralölindustrie sowie weiteren Beteiligten wie Verbraucherorganisationen und Ministerien festgelegt.

 

Diesel muss vom 1.Oktober bis 15.November sowie vom 1.März bis 14.April eine Filtrierfähigkeit bis -10°C gewährleisten. Vom 16.November bis Ende Februar erfordert die Norm eine Filtrierbarkeit bis -20°C. Beide Qualitätskriterien müssen im Labor nachgeweisen sein. Möglicherweise kommt es an weniger stark frequentierten Tankstellen zum verschieben der Einsatzzeiten aufgrund von "Fehlplanungen" der benötigten Mengen.

 

Winterdiesel bildet beim abkühlen erfahrungsgemäß ab etwa -7°C Wachskristalle und wird trübe. Durch den Einsatz von geeigneten Additiven soll das Wachstum der Kristalle soweit eingeschränkt sein, das die Normen erreicht werden.

 

In extremen Kälteperioden wie im Februar 2012 bleiben aber trotzalledem Fahrzeuge trotz normgerechten Dieseltreibstoffes auch bei Temperaturen stehen, die -20°C nicht erreichen.

 

Folgende Tipps können helfen:

 

- Rechtzeitiges Tanken von Winterkraftstoff, die noch befindliche Restmenge von Sommer- oder Übergangsdiesel im Tank so gering wie möglich halten.

 

- Wartungsvorschriften der Fahrzeughersteller beachten - Stichwort Kraftstofffilter

 

- Fahrzeug mögllichst kälte- und windgeschützt abstellen (Windchill-Effekt)

 

- keinen Diesel unbekannter Herkunft verwenden ( Vorratsbehälter etc. )

 

Kommt es trotz aller Vorbeugungsmssnahmen zu einem stottern oder absterben des Motores, hilft nur das "Auftauen" des kompletten Fahrzeuges an einem warmen Ort sowie in der Regel ein Tausch des Kraftstofffilters. Niemlas offene Flammen nutzen!

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Spezifikation Diesel EN590.doc
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